Nachhaltigkeitskonferenz

DQS Nachhaltigkeitskonferenz 2014: Danke, dass Sie dabei waren!

Dr. Thijs Willaert Soziale Verantwortung

Dass die Übernahme sozialer Verantwortung immer öfters gefordert wird, steht außer Zweifel. Wie jedoch Unternehmen dieser Forderung gerecht werden können, ist eine heiß diskutierte Frage. Entsprechend groß war die Nachfrage nach der DQS Nachhaltigkeitskonferenz am 27. November. Interessierte Qualitäts-, Umwelt-, Nachhaltigkeitsmanager sowie Einkäufer und Supply Chain Verantwortliche reisten nach Frankfurt am Main, um sich mit dem Thema soziale Verantwortung auseinanderzusetzen. Dank ihrer Ideen, Fragen und Anregungen ist die DQS Nachhaltigkeitskonferenz einen Impulsgeber für nachhaltiges Wirtschaften geworden.

Die Vortragsreihe eröffnete der Geschäftsführer der DQS Gruppe Herr Stefan Heinloth. Mit einer Übersicht über die Treiber der Nachhaltigkeit und den durch eine wachsende Weltbevölkerung sowie die Zunahme der Lebensstandards ausgelöst Strukturwandel, schilderte er anschaulich zu erwartende Entwicklungen und unternehmerische Einflussmöglichkeiten. Der Wirtschaftsgeograph Herr Dr. Tilmann Altenburg, der die Abteilung Nachhaltige Wirtschafts- und Sozialentwicklung am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik leitet, machte deutlich, dass Unternehmensverantwortung nicht nur karitativ sein kann, sondern zu strukturverändernden Maßnahmen führen kann. Insbesondere sektorweite Ansätze bzw. Konzepte, die die gesamte Wertschöpfungskette betreffen, haben das Potential weit über das Unternehmensumfeld hinaus zu wirken.

Together for Sustainability
Jessica Pauli, Bayer MaterialScience AG - DQS Nachhaltigkeitskonferenz 2014

Jessica Pauli, Bayer MaterialScience AG

Die zentrale Rolle von branchenspezifischen Ansätzen wurde anschaulich von Frau Jessica Pauli (Bayer MaterialScience AG) am Beispiel der Together for Sustainability Initiative verdeutlicht, in der sich  Unternehmen der chemischen Industrie wie z.B. Bayer, BASF, Evonik, Henkel oder Solvay zusammengeschlossen haben. Ziel der Initiative ist es die Umsetzung und die Standardisierung von Nachhaltigkeitsinitiativen in der Lieferkette voranzutreiben, um Produkte und Prozesse zu entwickeln, die das Leben der Menschen verbessern, die den Planeten Erde bewahren und das Geschäft des Unternehmens voranbringen.

Nachhaltigkeit als integriertes Geschäftsmodell

Nach einer Kommunikationspause, bei der Gedanken ausgetauscht und Kontakte geknüpft wurden, setzte der Geschäftsführer der DQS CFS Herr Dr. Sied Sadek deutsche Anstrengungen im Bereich Nachhaltigkeit in den europäischen Kontext. Sein Fazit „Tue Gutes und rede drüber“ zog er nachdem er auf Untersuchungen der EU-Kommission eingegangen war, die zeigen, dass deutsche Großunternehmen seltener Bezug auf CSR-Richtlinien nehmen als der EU-Durchschnitt.

Bevor das Mittagsbuffet eröffnet wurde, schloss Herr Dr. Helmut Frieden, Vice President Corporate Compliance bei der Symrise AG, den Vormittag mit einem tiefgehenden Einblick in die Nachhaltigkeitsaktivitäten des viertgrößten Anbieters von Duft- und Geschmackstoffen. Dr. Frieden schilderte, dass Nachhaltigkeitsziele bei Symrise als integrierte Bestandteile des Geschäftsmodells mit den Unternehmenszielen abgestimmt werden. Neben ambitionierten Zielen, wie 40 % der strategischen Rohstoffe über den Ansatz der Rückwärtsintegration abzudecken oder den ökologischen Fußabdruck pro Produkt bis 2020 um 33% zu senken, nannte er die Meilensteine, die in den letzten 11 Jahren dazu beigetragen haben einen Globalen Player mit einem nachhaltig ausgerichteten Geschäftsmodell zu schaffen – unter anderem erwähnte er die Auszeichnung zur Green Company auf Grundlage des DQS GC-Marks.

Möglichkeiten und Grenzen diverser Nachhaltigkeitsinitiativen
Bernhard Schwager von der Robert Bosch GmbH in der Podiumsdiskussion - DQS Nachhaltigkeitskonferenz 2014

Bernhard Schwager von der Robert Bosch GmbH in der Podiumsdiskussion

Nach interessanten und informativen Gesprächen am Mittagstisch und anschließenden Auflockerungsübungen, informierte Frau Dr. Biermann, geschäftsführende Gesellschafterin der triple innova GmbH und Trainerin des GRI-zertifizierten Weiterbildungsprogramms, die Teilnehmer über die Neuerungen des GRI G4 Berichtsstandards.

Im Anschluss folgte mit der Podiumsdiskussion der für viele Teilnehmer interessanteste Programmpunkt. Herr Frank Mammen (Adolf Würth GmbH & Co. KG), Herr Bernhard Schwager (Robert Bosch GmbH), Dr. Helmut Frieden und Stefan Heinloth diskutierten gemeinsam mit Frau Leitschuh über Herausforderungen bei der operativen Umsetzung sowie Möglichkeiten und Grenzen von Nachhaltigkeitsinitiativen. Den letzten Vortrag des Tages hielt Herr Trevor Babbs, Head of European Business Development bei Sedex Global, bei dem er den Sedex Ansatz vorstellte und auf Aspekte des Datenschutzes und der Risikoklassifizierung von Lieferanten einging.

Ausklang fand die Veranstaltung nach einer kurzen Zusammenfassung des Tages und Rückfragen aus dem Publikum bei Getränken und informellen Fachgesprächen.

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Dr. Thijs Willaert Administrator
Dr. Thijs Willaert is Director of Marketing & Communication at DQS CFS GmbH
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