DQS Nachhaltigkeitskonferenz 2015

Die zweite DQS Nachhaltigkeitskonferenz: Zentrale Erkenntnisse & Bildergalerie

Dr. Thijs Willaert Soziale Verantwortung, Umwelt

Was passiert, wenn sich über 120 Nachhaltigkeitsexperten und CSR-Manager aus den unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen in einem Raum zusammenfinden? Die zweite DQS Nachhaltigkeitskonferenz hat gezeigt: Ob Finanzdienstleister, Lebensmittelhersteller oder Automobilzulieferer, die Chancen und Herausforderungen für Unternehmen sind weitgehend deckungsgleich. Welche Erkenntnisse sich aus den Vorträgen und Diskussionen herauskristallisiert haben, bringen wir gerne für Sie auf den Punkt. 

Nachdem bei der ersten DQS Nachhaltigkeitskonferenz 2014 der thematische Schwerpunkt auf sozialer Verantwortung in globalen Lieferketten lag, haben sich die Teilnehmer und Referenten in diesem Jahr mit ausgewählten Standards & Strategien für gesellschaftliche Verantwortung befasst. Schwerpunkte waren unter anderem die Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Standardisierung von Nachhaltigkeitsmanagement sowie das Thema Responsible Sourcing.

Fünf wesentliche Erkenntnisse aus der zweiten Nachhaltigkeitskonferenz

  • „Nachhaltigkeit ist eine Reise“

Wohl kaum ein Unternehmen kann von sich behaupten, es habe all seine Nachhaltigkeitsziele erreicht.  In seinem Vortrag hat Axel Bachmann, der bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG den Bereich Nachhaltigkeit leitet, Unternehmen dazu ermuntert, Nachhaltigkeitsmanagement als Prozess zu verstehen, bei dem man einfach loslaufen muss. Wer sich als Unternehmen der Verantwortung erst stellen will, wenn intern alle Baustellen behoben sind, wird die Reise gar nicht erst beginnen.

                                                                                                                             Präsentation Axel Bachmann

  • Gesellschaftliches Engagement ist wirksamer, wenn man sich traut, es zu kommunizieren

Aus Angst des Greenwashings bezichtigt zu werden, sind viele Unternehmen in Deutschland in der Nachhaltigkeitskommunikation eher zurückhaltend. Wie aber Dr. Sied Sadek, Geschäftsführer der DQS CFS GmbH in seiner Präsentation belegt hat, ist gesellschaftliches Engagement viel wirksamer, wenn es  anderen zum Vorbild dient.

Präsentation Dr. Sied Sadek

  • Strategien für nachhaltige Beschaffung entwickeln sich von Überwachungsmaßnahmen in Richtung partnerschaftlicher Wertschöpfung

Sozialaudits sind ein wichtiges Instrument, um Risiken in der Lieferkette identifizieren zu können. Aber erst wenn sie mit begleitenden Maßnahmen verknüpft werden, entfalten sie ihr volles Potential. Melanie Kubin, Vice-President Procurement Excellence bei der Deutsche Telekom AG, zeigte anhand von Fallbeispielen wie Unternehmen Ihre Lieferanten auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen können. Auch Katrin Recke von AIM, dem europäischen Markenverband, hat sich in ihrer Vorstellung von AIM-Progress hauptsächlich mit der Frage befasst, wie sich Initiativen für nachhaltige Beschaffung auch für Lieferanten mehrwertstiftend gestalten lassen.

Präsentation Melanie Kubin

Präsentation Katrin Recke

  • Standardlösungen sind nicht effektiv – Standards aber schon

Für Diskussionsstoff sorgte das Spannungsfeld zwischen Standardisierung und der individuellen Gestaltung der Nachhaltigkeitsstrategie. Reiner Hager, der bei der DIN die Normungsarbeit im Bereich gesellschaftliche Verantwortung leitet, wies in seinem Vortrag auf den Leitfadencharakter und die Unverbindlichkeit der ISO 26000 hin, die Organisationen bei der Anwendung maximalen Spielraum gewähren soll.

Präsentation Reiner Hager

  • Bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung kommt es auf die internen Prozesse an

Der Erfolg eines Nachhaltigkeitsberichtes wird nicht nur daran gemessen, wie häufig er gelesen wird. Vielmehr kommt es darauf an, abteilungsübergreifend die wesentlichen gesellschaftlichen Aspekte für sich zu identifizieren, Erkenntnisse daraus zu gewinnen und eine Transparenzkultur zu etablieren. Dafür stehen Instrumente wie die Global Reporting Initiative und der Deutsche Nachhaltigkeitskodex zur Verfügung. Diese Position wurde nicht nur von Dr. Thomas Melde (akzente GmbH) vertreten, sondern ergab sich auch aus der Podiumsdiskussion mit Thorsten Bünning (Schaeffler AG), Bianca Dönicke (Haworth GmbH), Dr. Helmut Frieden (Symrise AG) und Volker Ludwig (GETRAG GmbH & Cie KG). Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex wurde von Yvonne Zwick vom Rat für nachhaltige Entwicklung vorgestellt.

Um sicherzustellen, dass die Zielgruppen erreicht werden, können die Inhalte für unterschiedliche Stakeholder zielgruppengerecht aufbereitet werden. Anhand der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Symrise AG wurde gezeigt, wie unterschiedliche Formate unterschiedliche Leserschaften ansprechen können.

Präsentation Dr. Thomas Melde

Präsentation Yvonne Zwick

Höhepunkt des Tages: Die Verleihung der German Awards for Excellence

German Awards for ExcellenceUm aktives Engagement in der Wirtschaft weiter anzuspornen, hat die DQS unter dem Namen „German Awards for Excellence“ konkrete Aktivitäten von Unternehmen ausgezeichnet. Zu den Gewinnern gehören unter anderem Ernst & Young, die Commerzbank AG sowie auch der VfL Wolfsburg. Das Urteil der Jury sowie eine Übersicht der 11 Gewinner finden Sie hier.

Kundenstimmen

Die Veranstaltung war anregend, die Beschreibung von Trends und dem Stellenwert von Audits/Nachhaltigkeitsberichten auch für uns aktuell. Besonders gut waren die zugespitzten Vorträge mit Tipps und Kernbotschaften.Julian Mertens, GLS Gemeinschaftsbank eG
Sehr gute Inhalte, richtige Anzahl an Pausen, Diskussionen in Kleingruppen und Fragerunden. Schade, dass der Tag so schnell vorbei ging, da wäre sicherlich noch viel Potential zu anregenden Diskussionen gewesen.Margit Mehlo, Knauf Gips KG
Die Themen waren spannend gewählt und der Dialog mit anderen Unternehmen sehr anregend. Ich habe mir den Termin für die nächste Konferenz schon notiertStefanie Zahel, Carl Knauber Holding GmbH & Co. KG
Die Veranstaltung gestern in Köln hat mir sehr gut gefallen und ich war froh teilnehmen zu können. Herzlichen Dank für die Organisation und die freundliche Begrüßung!Dr. Ellen Kammula, Forschungszentrum Jülich GmbH
Die Themen waren spannend gewählt und der Dialog mit anderen Unternehmen sehr anregend. Ich habe mir den Termin für die nächste Konferenz schon notiertRüdiger Senft, Commerzbank AG

 

Dr. Thijs Willaert Administrator
Dr. Thijs Willaert is Director of Marketing & Communication at DQS CFS GmbH
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