Deutschland soll führender Standort für Sustainable Finance werden

Constanze Illner Neuigkeiten, Soziale Verantwortung

Ende Februar hat der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung einen Beschluss getroffen, der dazu beitragen soll, Deutschland zum führenden Standort für Sustainable Finance zu machen. Auf EU-Ebene ist man da schon weiter – doch, besser spät als nie. Im Folgenden erhalten Sie alle Infos zu den Plänen der Bundesregierung und erfahren darüber hinaus, welche Vorteile Nachhaltigkeit in der Finanzbranche mit sich bringt.

Sustainable Finance ist ein Schlüsselfaktor für die Transformation und Umsetzung der Agenda 2030, das besagt der von der Bundesregierung beauftragte Peer Review 2018. Außerdem leistet es einen Beitrag zu Erreichung der Pariser Klimaschutzziele und der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals).

Sustainable Finance ist klimafreundlicher und sozialer, denn: Umweltrisiken werden erkannt und vermieden. Das tut nicht nur dem Klima und den Menschen gut, sondern auch dem System, das dadurch an Stabilität gewinnt. Gelder werden in zukunftsfähige Branchen gelenkt, was die Innovationskraft in Finanz- und Realwirtschaft fördert.

Und schon aus finanziellem Eigeninteresse macht es für Finanzmarktakteure Sinn, Nachhaltigkeitsaspekte in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Schließlich stellen Klimawandel und die damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Veränderungen auch die Finanzmärkte vor Herausforderungen. Grund genug für den Staatssekretärsausschuss, Finanzmarktakteure zu ermutigen, sich mit den Folgen ihres Handels für Mensch und Umwelt angemessen auseinanderzusetzen.

Die Pläne der Bundesregierung

Konkret geplant ist die Zusammenstellung eines Beirats mit Beteiligung aus Finanzwirtschaft, Realwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Dieser hat die Aufgabe, die Bundesregierung zu beraten, die Wissensgrundlage zu verbessern und wichtige Impulse für die Stärkung von Sustainable Finance in Deutschland zu setzen. Die Agenda für die neue Kommission wird bis Mitte des Jahres gesetzt. Es ist außerdem ein Erfahrungsaustausch zu nachhaltigen Finanzen bei bundesnahen Anlagen vorgesehen. Weiterhin soll überprüft werden, ob die Emission von grünen oder nachhaltigen Bundesanleihen in Deutschland innerhalb der vorgesehenen jeweiligen Anschlussfinanzierung wirtschaftlich ist.

Hierbei handelt es sich, wie Sie wahrscheinlich schon bemerkt haben, nicht um einen konkreten Fahrplan mit klaren Zielvorstellungen. In Brüssel sind Sie da schon weiter: der EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums wurde bereits im März letzten Jahres veröffentlicht. Eine Kurzfassung der europäischen Pläne finden Sie hier.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Bundesregierung wird Gas geben müssen, um in dem Bereich aufzuholen und vom Beobachter zum Gestalter zu werden – denn nur so kann sie ihren Wunsch vom führenden Sustainable Finance Standort Deutschland verwirklichen.

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Constanze Illner Administrator
Constanze Illner is Marketing & Communication Officer at DQS CFS GmbH
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