Human Rights & Environmental Due Diligence – Audits in der Schlüsselrolle

Dr. Thijs Willaert Soziale Verantwortung, Umwelt

Laut einer von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Studie sind Audits weiterhin eines der bevorzugten Instrumente für die Umsetzung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht in Bezug auf Menschenrechte und Umwelt. Die im Februar 2020 veröffentlichte Studie zeigt zudem, dass derzeit nur ein Drittel aller Unternehmen über wirksame Due-Diligence-Prozesse bezüglich Umwelt- und Menschenrechtsauswirkungen verfügen.

Derzeit prüft die Europäische Union, ob Due Diligence für in der EU tätige Unternehmen obligatorisch werden soll. In Bezug darauf hat die Europäische Kommission nun eine Studie veröffentlicht, die die aktuellen Branchenpraktiken im Zusammenhang mit Due Diligence unter die Lupe nimmt. Der Begriff „Due Diligence“ bezieht sich auf eine Reihe von Prozessen, mit denen Unternehmen negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Menschenrechte identifizieren, verhindern und abmildern können.

Die Studie ergab, dass derzeit nur ein Drittel aller untersuchten Unternehmen ihre Auswirkungen auf Menschenrechte und auf die Umwelt sorgfältig prüfen. Noch besorgniserregender ist, dass mehr als 50% der Unternehmen, die Due Diligence-Prüfungen durchführen, dies nur auf der ersten Stufe ihrer Lieferkette tun – obwohl Studien zeigen, dass Menschenrechtsverletzungen in der Regel auf den unteren Stufen der Lieferkette auftreten (z. B. ILO-Bericht). Die Studie zeigt außerdem, dass Großunternehmen keine Ausnahme bilden: eine Mehrheit führt keine Menschenrechts- und Umwelt-Due-Diligence-Prüfungen durch, was zu Reputations- und Compliance-Risiken führt..

Audits spielen weiterhin eine Schlüsselrolle

Die häufigsten Due-Diligence Instrumente für die Prüfung der eigenen unternehmerischen Tätigkeiten sind laut der Studie der Europäischen Kommission Schulungen zu Menschenrechten oder Umweltauswirkungen (69%), Verhaltenskodizes (69%) und Audits (62%). In der vor- und nachgelagerten Lieferkette gehören Verhaltenskodizes bzw. Audits ebenfalls zu den beliebtesten Due-Diligence Maßnahmen.

Die Ergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen, die einen Verhaltenskodex implementieren, sich auf Audits verlassen, um die Einhaltung des Kodexes sowohl innerhalb ihrer eigenen Geschäftstätigkeit als auch in ihrer Lieferkette zu überprüfen.

Wie bereits in einem früheren Artikel erwähnt, empfehlen wir die Einhaltung von bewährten Praktiken. Das bedeutet konkret:

  • Internationale Standards anwenden, statt eigene Auditchecklisten zu entwickeln
  • Sich Brancheninitiativen anzuschließen, wenn vorhanden
  • Nur Audits von anerkannten Auditgesellschaften zu akzeptieren (Stichwort APSCA)
  • Verfahren zur Nachbearbeitung von Audits einzuhalten und sowohl die Korrekturmaßnahmen der auditierten Lieferanten als auch eigene Maßnahmen in Bezug auf die Lieferantenbeziehung zu dokumentieren

Hier können Sie die vollständige Studie der EU-Kommission herunterladen.

Wie DQS Ihre Due Diligence unterstützen kann:

Als unabhängiger Zertifizierungs- und Auditdienstleister können wir Ihre Due-Diligence-Prozesse folgendermaßen unterstützen:

– Lückenanalyse und Validierung Ihrer Due-Diligence-Verfahren
– Menschenrechtsbewertungen
– Audits zur Einhaltung sozialer und ökologischer Vorschriften
– Lieferantenaudits auf der ganzen Welt
– Training und Kompetenzaufbau
– Überprüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung

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Dr. Thijs Willaert Administrator
Dr. Thijs Willaert is Director of Marketing & Communication at DQS CFS GmbH
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