Zirkuläre Wirtschaft: Zertifizierung mit ISSC PLUS

Constanze Illner Soziale Verantwortung, Umwelt

Langsam aber sicher wird sich die Gesellschaft bewusst, dass es im Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit keinen Weg zurück gibt. Denn, die Konsequenzen unserer Wegwerfmentalität landen schlussendlich wieder bei uns, in Form von Umweltverschmutzung, Klimawandel und knapper werdenden Ressourcen. Unternehmen suchen zunehmend Wege, mit den existenziellen Herausforderungen umzugehen. Zirkuläre Wirtschaft heißt das Zauberwort – doch, was ist das eigentlich genau und welche Hilfsmittel gibt es für Unternehmen, den Übergang zu einer solchen Wirtschaft zu gestalten? Im Folgenden stellen wir Ihnen das Modell einer zirkulären Wirtschaft vor und gehen auf einen Standard ein, der die Einführung eines zirkulären Systems unterstützt.

Berechnungen gehen davon aus, dass im Jahr 2030 etwa 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben werden. Dieser rasante Anstieg der Weltbevölkerung wird die Umweltprobleme, die bereits heute in einigen Teilen der Welt zur bitteren Realität der Menschen gehören, nochmal um einiges verschärfen. Es zeigt sich immer klarer, wie dringend ein neues industrielles Modell benötigt wird.

Ein vielversprechender Ansatz ist die sog. zirkuläre Wirtschaft. Das Modell ist darauf bedacht, Ressourcen so umsichtig zu behandeln, dass nichts verschwendet wird. Das bedeutet, dass Produkte und Materialien im Produktkreislauf gehalten und so lang wie möglich wiederverwendet, wiederaufgearbeitet und recycelt werden. Durch diesen regenerativen Ansatz soll ein geschlossener Lieferketten-Kreislauf entstehen, der durch sein Systemdesign schlicht und ergreifend keinen Abfall zulässt.

Der Vorteil eines solchen Wirtschaftssystems liegen auf der Hand: Die Maximierung von ökonomischen, natürlichen und sozialen Kapitals. So können Umweltziele erreicht und wirtschaftliches Wachstum stimuliert werden. So viel zur Theorie. Die Praxis gestaltet sich natürlich um einiges komplizierter. Es gibt jedoch Standards, die Unternehmen den Übergang zu einer zirkulären Wirtschaft erleichtern. Dazu zählt ISCC PLUS.

Das Zertifizierungssystem ermöglicht es Produzenten, die volle Verantwortung für die Nachhaltigkeitsauswirkungen ihrer Rohstoffe zu übernehmen. Hier können Sie sich über die Prinzipien von ISCC PLUS informieren und Unternehmensbeispiele der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des ISSC PLUS Standards einsehen.

ISCC PLUS Zertifizierung für die Kreislaufwirtschaft

Die ISCC PLUS Zertifizierung für die Kreislaufwirtschaft lässt sich auf alle Rohstoffe anwenden, die sich recyceln lassen. Für diese Materialien bietet der Standard zwei Möglichkeiten:

Das Ausgangsmaterial kann entweder physisch getrennt oder gemischt aber separat nach der Massenbilanzmethode bilanziert werden.

So können zum Beispiel gemischte Kunststoffabfälle wieder Ihren direkten Weg in die Lieferkette finden. Durch die Massenbilanzmethode erhält das Material nicht nur einen wirtschaftlichen Wert, sondern es reduziert sich auch das Risiko, dass die Kunststoffabfälle unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Die ISCC PLUS Zertifizierung garantiert, dass das Material tatsächlich wiederverwertet und der Verbrauch von neuem Rohmaterial reduziert wird.

Die Zertifizierung ist besonders interessant für Hersteller von Biopolymer-Verpackungen, die zum Beispiel aus dem biologisch abbaubaren Material PLA (polylactic acid) hergestellt werden oder für Unternehmen, die Hausmüll, Deponiegase oder Altautoreifen zu wertvollen Produkten weiterverarbeiten.

Die Vorteile

Die Zertifizierung mit ISCC PLUS hilft Unternehmen, bestehende und künftige Nachhaltigkeitsanforderungen zu meistern. Konsumentenwünschen werden nachgekommen, durch die nachhaltige Unternehmensführung wird die Mitarbeiterbindung unterstützt und künftige regulatorische Anforderungen können präventiv vorgebeugt werden.

Sie interessieren sich für eine ISCC Zertifizierung? Kontaktieren Sie uns – wir besprechen Ihr Projekt!

Constanze Illner Administrator
Constanze Illner is Marketing & Communication Officer at DQS CFS GmbH
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