Das SMETA Remote Audit: Sedex Virtual Assessment

Constanze Illner Neuigkeiten, Soziale Verantwortung

Verzögerungen bei Audits, Einschränkungen des Personenverkehrs und gesundheitliche Bedenken bei Vor-Ort-Audits – auch bei den Sedex SMETA Sozialaudits hat COVID-19 für erhebliche Probleme gesorgt. Schade, denn gerade in Krisenzeiten ist die Überwachung der Menschenrechtslage und der Schutz der Mitarbeiter wichtiger denn je. Nun hat Sedex ein neues Audit-Produkt auf den Markt gebracht, dass auf die Herausforderungen reagiert und auch in einer Post-COVID-Welt Mehrwert bietet: das Sedex Virtual Assessment.

Das Sedex Virtual Assessment bietet die Kernfunktionalität eines SMETA-Sozialaudits. Einige Elemente wurden in der virtuellen Auditoption allerdings entfernt, um die digitale Übertragung zu ermöglichen. Das Tool wurde in Absprache mit mehreren Mitgliedern, Affiliate Audit Companies (AACs) und wichtigen Stakeholdern entwickelt. Als Affiliate Audit Company war die DQS maßgeblich bei der Entwicklung beteiligt.

Sozialaudits geben Einblick in hochsensible Kontexte. Erst der Einsatz in Sozialaudits wird zeigen, an welchen Punkten das Sedex Virtual Assessment nachjustiert werden muss. Dem ist sich Sedex bewusst und hat deswegen das Produkt im Rahmen eines sog. Soft-Launch-Ansatzes veröffentlicht. Die Erkenntnisse werden regelmäßig in einem Soft-Launch-Überprüfungsprozess veröffentlicht und das Produkt dementsprechend angepasst.

Wer kann ein Sedex Virtual Assessment durchführen?

Das Sedex Virtual Assessment kann für Erstaudits, periodische Audits und teilweise oder vollständige Follow-Up Audits genutzt werden. Allerdings ist das virtuelle Audit nicht für alle Standorte geeignet. Sobald ein Audit angefragt wird, überprüft die zugelassene Auditgesellschaft ob der Standort die festgelegten Kriterien erfüllt und für das virtuelle Audit zugelassen werden kann. Zu den Eignungskriterien gehören folgende wesentliche Voraussetzungen:

  • Alle Bereiche des Standortes müssen virtuell zugänglich sein (Ausnahme: Wenn es aus Verbrennungsproblemen oder aus sensiblen kommerziellen Gründen nicht möglich ist, Mobiltelefone in einem Bereich des Standortes zu verwenden)
  • In allen Bereichen des Standortes besteht eine Internetverbindung.
  • Der Standort ist ausreichend ausgelastet, damit sich der/ die AuditorIn ein umfassendes Bild vom Standort und der Vielfalt seiner MitarbeiterInnen am Tag des Audits machen kann.

Außerdem muss es eine Möglichkeit für Gruppen-Interviews mit Angestellten geben. Individuelle Gespräche sind zum Schutz der einzelnen Mitarbeiter bei dem virtuellen Audit nicht vorgesehen. Für den Fall, dass Gruppen-Interviews nicht möglich sind (oder wenn die Auftraggeberin einen tieferen Einblick in die Arbeitsrealität erhalten möchte) muss das Direct Worker Reporting Tool implementiert werden. Die Hauptfunktion dieser Methode ist die Etablierung eines direkten Kommunikationskanals zwischen Standort und Mitarbeitern.

Der Audit-Prozess

Das virtuelle Sedex-Assessment findet aufgrund der Notwendigkeit von Vorprüfungen und einer umfassenderen Planung immer angekündigt statt. Die Vorbereitungsphase für das Audit ist länger, weil der Einsatz von Kommunikations- und Informationstechnologie vor dem Audit getestet werden muss und ein Teil der Dokumentenprüfung vor dem Audit erfolgt. Dies bietet den Vorteil, dass die Auditoren sich bereits vor dem eigentlichen Audit ein Bild von dem Standort machen können.

Hier finden Sie weitere Informationen zu dem Verfahren.

Wie die DQS Ihnen weiterhelfen kann

Die DQS CFS gehört zu den zugelassenen Auditgesellschaften, den sog. Affiliate Audit Companies (AACs). Als Mitglied der Sedex Virtual Assessment Working Group habe wir das Produkt aktiv mitgestaltet und verfügen über tiefgreifendes Wissen und Erfahrung in der Durchführung. Die DQS verfügt weltweit über qualifizierte Auditoren, die Ihre Projekte gerne unterstützen.

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Constanze Illner Administrator
Constanze Illner is Research & Communication Officer at DQS CFS GmbH
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